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Projekt VIA Kanton Solothurn

Kombination von Wohnen, Pflege und Gewerbe

VIA steht nicht nur für den Standort – sondern für die Haltung des Projekts. Vielfalt, Integration und Alterswohnen bilden das Fundament für wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Mehrwert.

Im Rahmen einer Projektstudie entwickelten wir für zwei Parzellen mit bestehenden Gewerbebauten eine Mischlösung aus Wohn- und Gewerbefläche. Durch Kombination von Wohnen, Pflege und quartiersdienlicher Nutzung entstand ein robustes, nachhaltiges Konzept mit langfristiger Rendite und gesellschaftlicher Relevanz.

Demografische und soziale Rahmenbedingungen

Auf Basis der Recherche beim Bundesamt für Statistik, dem Amt für Bauplanung Kanton Solothurn, der Kantonalen Altersstrategie 2030 und weiteren Quellen kamen wir zu folgender Erkenntnis:

  • der Anteil der über 65-järigen stieg von 11% (1970) auf 20% (2024), gemäss Prognose wird diese Altersgruppe bis 2030 um + 33% wachsen
  • zusätzliche gibt es einen starken Anstieg an Einpersonenhaushalten bei über 65-jährigen
  • Ziel der Altersstrategie im Kanton Solothurn ist die Erschaffung von integrierten Angeboten mit flexibler Betreuung, es werden aktiv neue Pflege-Standorte gesucht
Das Modell “70 % Wohnen / 30 % Pflegeheim” als optimale Lösung

Nach Auswertung von fünf Nutzungsszenarien ergab sich eine klare Empfehlung zugunsten eines gemischten Modells mit 70 % Wohnen (hälftig Miete/Eigentum) und 30 % Pflegeheim. Diese Variante bietet die beste Balance zwischen sofortigem Kapitalrückfluss, langfristiger Einnahmensicherheit und politischer Anschlussfähigkeit.

Vorteile auf einen Blick

  • Stabile Erträge durch Diversifikation: Eigentum, Miete und Pflege erzeugen unabhängig voneinander planbare Einnahmen.
  • Hoher Cashflow im Jahr 1: CHF 27.7 Mio durch Wohnungsverkäufe,TG-Plätze und Mietertrag → über 40% der Gesamtinvestition.
  • Laufende Einnahmen über 10 Jahre: CHF 3.13 Mio jährlich aus Pflegeheim, Mietwohnungen und bestehendem Gewerbe
  • Politischer Rückhalt und soziale Relevanz: Pflegeheim deckt nachgewiesenen Bedarf im Kanton Solothurn – bessere Bewilligungschancen
  • Flexible Exit-Strategien für Investoren: Eigentum einzeln oder blockweise verkaufbar, Pflege langfristig vermietbar

Entwurf und Architektonisches Konzept

Konzeptansatz und Leitidee

Auf Basis der entwickelten Nutzungsverteilung wurde ein städtebauliches Konzept vorgeschlagen, das Pflege, Wohnen und quartierbezogenes Gewerbe räumlich integriert. Ziel war eine robuste, durchlässige Struktur mit klaren Adressierungen und differenzierten Freiräumen, die sich in das bestehende Umfeld einfügt und zugleich neue Impulse setzt.

Städtebauliche Klarheit durch Höhenstaffelung

Die Axonometrie zeigt die volumetrische Setzung des Projekts in seinem Kontext. Durch gestaffelte Bauhöhen und präzise gesetzte Baukörper entsteht ein Ensemble, das sowohl eigenständig als auch anschlussfähig wirkt. Die Höhenabstufung vermittelt zwischen dem dichten Bestand im Süden und dem aufgelockerten Grünraum im Norden. Dieses Spannungsfeld schafft nicht nur räumliche Qualität, sondern auch eine starke Präsenz entlang der Erschliessungsachse.

Ein hybrides Gefüge mit klarer Funktionalität

Diese Übersicht veranschaulicht das zentrale Leitbild des Projekts: die ausgewogene Verbindung von Pflegeheim und Wohneinheiten. Der räumliche Zusammenhalt entsteht nicht durch Uniformität, sondern durch funktionale Komplementarität. Die grosszügige Durchgrünung, die Durchwegung und die klar lesbare
Zuordnung der Nutzungen ermöglichen ein resilientes, sozial vernetztes Quartier mit Zukunft.

Funktionale Verteilung der Hauptnutzungen im Ensemble

Die Axonometrie zeigt die klare räumliche Zuordnung der drei zentralen Nutzungen: das Pflegeheim im Westen (Symbol Kreuz), die Mietwohnungen im östlichen Bereich (FOR RENT) sowie die Eigentumswohnungen im Zentrum (FOR SALE). Diese Gliederung erlaubt eine ausgewogene Mischung aus langfristiger Mietsicherheit und Kapitalrückfluss durch Verkäufe. Gleichzeitig wird eine gute Durchlässigkeit und Nachbarschaftlichkeit innerhalb des Areals gewährleistet.

Gewerbeflächen als integrativer Bestandteil des Quartiers

Die gewerblichen Einheiten sind strategisch entlang der Erschliessungsachsen platziert und dienen als Bindeglied zwischen Pflegeheim, Wohnen und öffentlichem Raum. Durch die Nutzungsmischung aus Dienstleistung, Serviceflächen und Quartierangeboten entstehen Synergien für alle Nutzergruppen – sowohl funktional als auch sozial.

Zentraler Freiraum als sozialer Anker

Der Begegnungsplatz bildet das räumliche und gesellschaftliche Zentrum des Projekts. Er verbindet Pflegeheim und Wohnen und schafft einen identitätsstiftenden Ort mit hoher Aufenthaltsqualität – barrierefrei, durchgrünt und öffentlich zugänglich. Die Positionierung fördert Interaktion und generationenübergreifenden Austausch.

Etagenweise Organisation der Nutzungen

Die folgenden Axonometrien zeigen die vertikale Gliederung der verschiedenen Nutzungseinheiten – vom Pflegeheim im Erdgeschoss bis zu den darüberliegenden Wohngeschossen. Besonders deutlich wird hier das Prinzip der funktionalen Stapelung: robuste Gewerbenutzungen unten, flexibel nutzbare Wohnformen oben.

Grundrisse
Stimmungsbilder
Ein robuster Grundriss für Wandel und Wachstum

Die Darstellung verdeutlicht, wie das Projekt langfristig auf zusätzliche Bedürfnisse reagieren kann – sei es durch Erweiterung des Pflegeangebots, neue Wohnformen oder ergänzende Infrastrukturen. Die zentrale Grünachse bleibt dabei als Rückgrat bestehen. Die Setzung der Volumen ermöglicht eine sukzessive Verdichtung ohne Verlust an Identität oder Aufenthaltsqualität. Es entsteht ein System mit hoher
innerer Wandlungsfähigkeit.

Spielräume für zukünftige Generationen

Diese Perspektive zeigt die mögliche Integration weiterer Baukörper entlang der inneren Erschliessung. Die Parzelle ist so strukturiert, dass neue Einheiten – ob für betreutes Wohnen, gemeinschaftliche Nutzungen oder Pflege – nahtlos ergänzt werden können. Dabei bleibt das städtebauliche Grundgerüst erhalten und ermöglicht eine etappenweise Entwicklung mit sozialer Kohärenz.

Langfristige städtebauliche Perspektive

Der Lageplan skizziert eine mögliche bauliche Entwicklung über einen Zeithorizont von 50 Jahren. Die heutige Bebauung bildet die Ausgangslage für eine fein abgestufte Verdichtung, die auf dem Prinzip der Durchmischung basiert: Wohnen, Pflege, Quartierangebote. Die grüne Mitte wird als identitätsstiftendes Element bewahrt und weiterentwickelt. Die Vision ist kein Masterplan – sondern ein strategischer Rahmen, der Raum für Wandel lässt.

Vielfalt – Integration – Alterswohnen

Ein Quartier, das nicht nur gebaut, sondern gebraucht wird. Man kann Flächen planen, Volumen berechnen und Renditen kalkulieren. Doch was wir mit VIA entwickelten, ist mehr als ein bauliches Konzept. Es ist ein Ort, der auf reale Bedürfnisse antwortet:

  • Auf Menschen, die alt werden – und bleiben wollen.
  • Auf Familien, die bezahlbaren Wohnraum suchen.
  • Auf Nachbarschaft, die funktioniert.

Es ist ein Ort, der Pflege integriert, ohne zu isolieren. Der Eigentum ermöglicht, ohne zu verdrängen. Der Miete bietet, ohne zu vernachlässigen. VIA ist nicht nur wirtschaftlich sinnvoll – es ist gesellschaftlich überfällig. Ein Quartier, das nicht irgendwo entstehen könnte, sondern genau hier. Mitten in der Realität. Mitten im Leben.

Möchten Sie ein solches oder ähnliches Projekt mit uns umsetzen? Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!