Schulhaus Rüthi – Upcycling
In der Gemeinde Rüthi entstand ein Schulprovisorium, das nicht durch expressive Architektur, sondern durch verantwortungsvolle Planung überzeugt. Das neue Handarbeitszimmer mit Büro nutzt vollständig wiederverwendete Module. Dies war ein bewusster Entscheid, um Ressourcen zu schonen und die Lebensdauer bestehender Bauelemente zu verlängern. In einem Upcycling-Projekt wurden die Module technisch, energetisch und gestalterisch umfassend überarbeitet und bieten heute helle, robuste und langlebige Räume, die den schulischen Alltag optimal unterstützen.
Eine Besonderheit des Projekts liegt im Umgang mit dem bestehenden Baum auf dem Areal. Anstatt ihn zu entfernen, wurde das Gebäude präzise um den gewachsenen Bestand herum positioniert. Diese Haltung verleiht dem Provisorium eine klare Identität und veranschaulicht wie selbst temporäre Bauten ökologisch sensibel geplant werden können.
Die Anlage basiert auf sechs Modulen mit rund 111 m² Grundfläche und einer Raumhöhe von 3 m. Dank der klaren Struktur der Modulbauweise und der sorgfältigen Vorplanung konnte das gesamte Projekt in nur fünf Wochen umgesetzt werden, mit minimalen Eingriffen in den laufenden Schulbetrieb und maximaler Flexibilität für zukünftige Anpassungen.
So entsteht in Rüthi ein Schulprovisorium, welches pragmatische Architektur, Wiederverwendung und Rücksicht auf die Umgebung zu einem glaubwürdig nachhaltigen Ergebnis vereint.
Highlights
- 6 Upcycling-Module Typ Max 21
- Realisierung in kurzer Bauzeit bei laufendem Betrieb
- Um geschützten Baum herum gebaut
- Handarbeitszimmer und Büro


